Pilgern auf dem Elisabethpfad von Eisenach nach Marburg

Pilgern

Ich war unterwegs … von Thüringen nach Hessen, von der Lutherstadt zur Grabstätte der Heiligen Elisabeth. Eine spannende, überraschende Tour mit vielen Einblicken in lokale Geschichten(n) und Zeitgeschehen flankiert von wunderschönen Höhenwegen.

Start war an der Wartburg in Eisenach, immer wieder ein Erlebnis. Dann vorbei am Spital, das ursprünglich von Elisabeth gestiftet wurde. Mit Hörschel erreichten wir das Tor zum Rennsteig, dann ging’s über Land nach Creuzburg. Am Denkmal der Teilung dann weiter nach Ifta. Am nächsten Tag vorbei am ehemaligen Wachturm Point India und einer bemerkenswerten Grabpyramide.

Kennzeichnend für den Weg sind Fachwerkbauten und Kirchen mit besonderen Helmen und Gewölben sowie weite Blicke, an der Boyneburg zum ersten Mal auf den Meißner. In Wichmannshausen dann begegnen wir Kurt Reuber und der Stalingrad-Madonna.

Wir passieren Dörfer mit außergewöhnlichen Kirchen und lassen uns verzaubern von mystischen Landschaften. Wir betreten jetzt das Frau-Holle-Land – die Gebrüder Grimm lassen grüßen – und durchqueren es auf wunderschönen Höhenwegen. Reichenbach hat nicht nur eine imposante Klosterkirche, sondern auch eine Ruine mit toller Aussicht.

Spangenberg beeindruckt mit Fachwerkkulisse, Dagobertshausen mit einem Setzkasten für Pilger, Ostheim mit alter Linde. Homberg an der Efze – die Wiege der hessischen Reformation – hat nicht nur einen schönen Stadtkern, sondern auch eine Burg mit einem 150 Meter tiefen Brunnen und tollem Blick auf die Stadt.

Neben ungewöhnlichen Kirchen und außergewöhnlichen Gehöften streifen wir den Silbersee und gelangen nach Spieskappel, wo Luther auf seinem Weg zum Marburger Religionsgespräch übernachtete. Mit Ziegenhain sind wir im Rotkäppchen-Land angekommen, außerdem gilt die Stadt als Wiege der Konfirmation, denn hier wurde die Kirchenzuchtordnung beschlossen.

Treysa ist schon von weither durch die Totenkirche erkennbar, ferner ist die Hospitalskapelle erhalten und unweit der Stadt liegt ein ehemaliges Gefangenenlager, in dessen „Universität“ im 2. Weltkrieg Francois Mitterrand lehrte.

In Momberg besuchen wir eine Grotte und wandeln dann auf einsamen Landstraßen gen Stadtallendorf, einem früheren Zentrum der Rüstungsindustrie. In der Katharinenkirche wird’s dann barock.

In Kirchhain weiter am Weg dann eine Elisabethkirche, bevor es hochgeht nach Amöneburg, wo Bonifatius seine Wirkstätte hatte. Ein fantastischer Blick ins Umland belohnt den schweißtreibenden Aufstieg zur Schlossruine auf einer Basaltkuppe. Dann kommt der Endspurt nach Marburg – vorbei am Elisabethbrunnen, durch den Wald und dann in die Stadt. Ziel ist natürlich die Elisabethkirche mit Mausoleum und Schrein.

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