Pilgertagebuch Ökumenischer Pilgerweg

Pilgern

Ich war unterwegs … auf dem Ökumenischen Pilgerweg durch Sachsen und Sachsen-Anhalt von Görlitz nach Eckartsberga. Eine Fuß-Reise, die mich durch Orte führte, die ich bis dato noch nicht mal von der Landkarte kannte. Bei denen ich Menschen traf, die mir im „wirklichen“ Leben nie begegnet wären. Es war nur der Osten Deutschlands; dennoch ein kleines Abenteuer!

Tag 1 von Görlitz nach Arnsdorf

Görlitz liegt an der polnischen Grenze, und wenn man es „richtig“ machen will, fängt man seine Pilgerreise drüben an, in Polen, jenseits der Brücke über die Neiße. Hier findet man auch die gelbe Muschel auf blauem Grund; wie überall das Wegzeichen in Richtung Spanien. Sie führt vorbei an der Peter- und Paul-Kirche mit der Sonnenorgel, wo der Pfarrer den Pilgersegen erteilt: Friede sei mit dir! Danach noch ein kurzer Abstecher beim Heiligen Grab (einer Nachbildung des Originals in Jerusalem); dann geht’s wirklich los mit dem Gehen.

Viel Wald heute. Angenehm zu gehen, doch die Strecke hat auch ihre Tücken. Denn gleich in dieser ersten Etappe kommen Berge – die Königshainer Berge. Insgesamt noch nicht mal 400 Meter hoch, aber mit Rucksack eine Herausforderung. Zum ersten Mal überdenkt man das Gewicht des Gepäckstücks auf dem Rücken – musste das alles wirklich mit? Und überlegt, ob man tatsächlich noch den Felsen Hochstein erklimmen möchte oder die Aussichtsplattform mit Blick bis zum Riesengebirge!

Doch danach wird’s wieder flach. Noch ein bisschen Wald, ein bisschen Wiese – dann ist man auch schon in der Zielgeraden in Arnsdorf. Übernachtet wird heute in der Scheune. Unten hat das örtliche Landkino seinen Platz (stilecht mit Vorhang); oben stehen ein paar alte Betten für Pilger bereit. Noch ist es nachts kalt – doch der Fundus an alten Decken aus DDR-Zeiten groß. Damit lässt sich auch die kälteste Scheunennacht überstehen.

„Sie können kommen – der Kühlschrank ist voll!“, hatte es bei der Anmeldung geheißen, und tatsächlich findet man im Aufenthaltsraum gegenüber der Scheune von Brot über Butter bis Bier alles, was man sich nach einem Pilgertag so wünscht – nebst lustig prasselndem Kaminfeuer! Auch Gesellschaft. Ein paar Mitpilger, die auch von Görlitz aus los gelaufen sind, haben sich eingefunden. Man diskutiert über Ziele, Etappenlängen und Essensvorräte, vergleicht die ersten ergatterten Stempel und richtet sich ein bisschen ein im Pilger-Dasein.

Tag 2 von Arnsdorf nach Nechern

Idyllisch geht’s heute weiter, auf kleinen Straßen, dann auf dem Damm vorbei am Döbschützer Schloss, an der Wassermühle von Melaune, hin nach Weißenberg. Der erste größere Ort, in dem man mal was einkaufen kann und der auch mit Kulturschätzen aufwartet: Hier im Zentrum liegt die Alte Pfefferküchlerei, ein Museum, das das Handwerk des Pfefferkuchen-Machens anschaulich vermittelt.

Doch angesichts der letzten durchmarschierten Stunden bei durchaus sommerlichen Temperaturen fällt die Entscheidung zugunsten des Ausflugslokals am alten Bahnhof. Hier gibt es Softeis wie noch zu Zeiten der DDR und ich erliege erstmals dem Charme eines Schweden-Bechers (Vanilleeis mit Apfelmus, Sahne und Eierlikör).

Aber dieser Pilgertag hat noch mehr Highlights zu bieten: Auf dem Weg nach Nechern durchquert man die Grödlitzer Skala, ein Naturschutzgebiet, das das lieblich vor sich hin mäandernde Löbauer Wasser umgibt. Nach einer romantischen Holzbrücke über den Fluss ist man mittendrin in einer Märchenlandschaft aus Bäumen, Wasser und Felsen. Danach ein steiler Anstieg, ein Stück Landstraße, dann ist das Quartier in Nechern erreicht.

Die Unterkunft heute besteht aus einem Heulager auf einem Bauernhof. Gewöhnungsbedürftig erst, aber dann doch recht kuschelig und weich. Nur ein Fliegengitter trennt von der umgebenden Natur – eine Idylle mit gackernden Hühnern, grunzenden Schweinen und i-ahenden Eseln. Und Vögeln, die schon am nächsten Morgen früh um fünf erbarmungslos zum Aufwachen pfeifen.

Gefrühstückt wird um Punkt 7 im Bauernhaus mit der ganzen Familie. Bei selbst gemachter Marmelade und reichhaltiger Wurstplatte wird über alte und neue Bevölkerungsgruppen der Region diskutiert. Die alten sind die Sorben, ein kleines slawisches Volk, das hier in der Oberlausitz zu Hause ist und sein Brauchtum und seine Sprache pflegt (das erklärt, warum man hier überall auf zweisprachige Straßenschilder stößt).

Die neuen sind die Flüchtlinge. Ob es Probleme gebe? „Nein, hier will ja keiner hin!“, sagt die Bauersfrau schlagfertig. Dennoch – es seien ein paar gekommen. Und man kümmere sich. Obwohl hier „tiefster Osten“ sei, und obwohl es immer ein paar Idioten gäbe, die Blödsinn machen würden. Diese Ansichten beruhigen. Noch schnell eine Wurststulle geschmiert – dann geht’s weiter.

Tag 3 von Nechern nach Bautzen

Gleich nach den ersten Kilometern schon moralische und geistige Stärkung. In der „Tortenzauberei“ gibt es exklusiv Pilgerkekse in drei Geschmacksrichtungen – das sorgt für einen flotten Schritt am frühen Morgen.

Es geht über kleine Wege und Straßen am Wurschener Schloss vorbei nach Drehsa, laut Infotafel ein altsorbisches Kleinbauerndorf, das aus ein paar Gehöften besteht. Vom ehemaligen Wasserturm aus hat man einen fantastischen Blick auf das Ensemble.

Noch durch ein paar –witz und –schütz-Dörfer (die Orte hier haben alle diese Endungen), dann fällt man auf der großen Einfallstraße nach Bautzen ein.

Pilgern auf Straßen ist nervig, Pilgern auf Hauptverkehrsstraßen ätzend. Der Weg zieht sich. Dank schlechter Beschilderung noch mehr. Bis der Stadtkern von Bautzen erreicht ist, vergeht noch mal eine Stunde.

Die Innenstadt mit Toren, Türmen und dem schönen Marktplatz versöhnen. Auch der Dom St. Petri als älteste Simultankirche Deutschlands ist eine Besonderheit ebenso wie der Senfladen der echt Bautzener Würzpaste nebst kleinem Museum!

Tag 4 von Bautzen nach St. Marienstern

War die Wegstrecke bisher durchmischt (Feld- Wald-Wiesenweg, Straße), so kommt jetzt die Stunde des Asphalts. Zum Milleniumsdenkmal hoch geht es stur an der Straße entlang. Zwei griechische Brüder sind dort aufgestellt, deren Missionsversuche im 9. Jahrhundert auch hier in der Lausitz fruchteten. Das Denkmal ist von einem riesigen Areal mit aus dem Boden ragenden Kreuzen umgeben – rückwärtig ein stattlicher Busparkplatz. Eine große Sache, die beiden Brüder. Hier – im Angesicht der beiden Missionare – wird ausgiebig Rast gemacht. Kraft tanken fürs nächste Asphaltfressen.

Das hat endlich ein Ende in Crostwitz, wo eine ehemalige Pilgerin eine kleine Wohlfühloase in ihrem Garten eingerichtet hat – nebst Kaffee und Kuchen und einem idyllischen Plätzchen auf der Terrasse. Der Ort lädt ein zum Plaudern und Verweilen, zum Austausch über Blasen, schmerzende Glieder und wunde Füße. Und um sich darüber zu freuen, dass das Etappenziel schon fast erreicht ist! Nur noch wenige Kilometer durch Feld und Wiese – dann steht man vor dem Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern.

Im Kloster bzw. auf dem Klostergelände übernachten heißt in der Nähe der Klosterkirche schlafen, heißt: Glockengeläut früh und spät. Heißt aber auch: abends im Klosterstübel einkehren und gleich danach ins Bett fallen. Und heißt auch: morgens um 7 schnell zur Klosterbäckerei rüberhuschen und die noch warmen Semmeln probieren!

Tag 5 von St. Marienstern nach Königsbrück

Bevor es wieder durch –nitz, -litz, und –schütz geht (Dürrwicknitz, Wendischbaselitz und Nebelschütz), gibt es erst mal ein Pilgerfrühstück auf stilechten Muscheltellern beim Bäcker gegenüber.

Die Dörfer sind nett, aber der Weg nach Kamenz rein zieht sich. Bis man auf dem schnuckeligen Marktplatz sitzt, heißt es so manche Steigung und manche Stufe erklimmen. In einem Stadtzentrum wähnt man sich auf der sicheren Seite, wenn es um die Versorgung mit Lebensmitteln geht. Doch eine kleine Stärkung beim Bäcker am Markt ist bereits um halb 12 Uhr mittags nicht mehr möglich. „Wir haben schon zu“, kommentiert die Bäckersfrau mit dem Schlüssel in der Hand, als ich auf den Laden zusteuere. Ich bin verblüfft, lerne jedoch später, dass die Bäckereien im Osten ganz eigenen Gesetzen folgen, d. h. samstags, sonntags und montags schon mal gar nicht geöffnet haben. Dienstags vielleicht. Und überhaupt. Jeder macht das irgendwie anders. Da muss man sich schon mal vorher informieren. Hier jedoch, im Zentrum von Kamenz, geht gar nichts.

Also weiter auf dem Weg. Recht steil bergan durch den Rhododendronpark, in dem es allerorten rot, weiß und orange blüht, und rauf auf den Hutberg. Ein beliebtes Ausflugsziel an diesem Samstag. Scharen adrett gekleideter Herrschaften tummeln sich in der Gaststätte. Es gibt Holunderbrause, Kartoffelsalat und Donauwellen. Alles, was ein Pilgermagen zur Stärkung begehrt. Die ist auch bitter nötig, denn der Weg ist noch lang. Durch Wald zwar zuerst, doch dann durch trostlose Dörfer mit aufgerissenen Straßen und ohne jegliche Anzeichen menschlicher Existenz.

Das Pilgerzimmer in Königsbrück beinhaltet einen Tisch, ein paar Stühle, eine Kaffeemaschine, einen Wasserkocher und ein paar aufgestapelte Matratzen. Das, so weiß ich später, ist durchaus gebräuchlicher Standard – bisher nur war es ein wenig komfortabler. Aber vielleicht bin ich jetzt beim wirklichen – echten Pilgern angekommen? Zumindest versorgungstechnisch lernt man früh, als Pilger zu denken. Ein kurzes Überschlagen der nächsten Etappe in Bezug auf Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten entscheidet dann u. U. auch über die Aktivitäten, die nach der Ankunft am Etappenziel, nach dem Duschen und Beine hochlegen, noch stattfinden. So auch hier: eher noch mal zum Lidl am Ortsausgang statt die Via Regia als Modell anschauen. Denn sonst gibt’s morgen (Sonntag) nix, zumindest zum Frühstück nicht.

Tag 6 von Königsbrück nach Schönfeld

Es gibt Tage, die sind schwerer als andere. Solch ein Tag ist heute. Trotz Wald zu Anfang der Etappe schlägt die Straße nach ein paar Kilometern wieder erbarmungslos zu. Da kann auch die Wild-West-Bar in Tauscha mit dröhnender Musik und rustikaler Sitzecke nicht aufmuntern.

Der Weg zieht sich endlos durch Getreidefelder ohne einen Hauch von Schatten. Glaubt man einschlägigen Berichten, sind dies die Strecken, die das Pilgern ausmachen. Bei denen man dank fehlender Außenreize mit dem Innen, mit sich selbst, in Kontakt kommt. Doch ich komme nur in Kontakt mit meinen Gedanken, die fortwährend um meinen zu schweren Rucksack kreisen, um die Blase an meinen rechten Fuß, die ständig wächst, und die Sonne, die erbarmungslos brennt. Irgendwas läuft hier schief. Aus lauter Verzweiflung dann Rast im Bushaltehäuschen – wenigstens gibt es hier Schatten.

In Schönfeld angekommen ist der erste Biergarten das Ziel – die Laune bessert sich. Bis klar wird, wie das heutige Nachtquartier aussieht: Ein Zimmer, deren Möbel noch aus DDR-Zeiten zu stammen scheinen – auch die Matratzen sind vermutlich schon so alt. Als mir in der Dusche auch noch (mangels schnellem Abfluss) das Wasser bis zum Knöchel steht, weiß ich, dass dies heute einfach nicht mein Tag ist. Viel trösten kann da auch das Angebot der Pensionswirtin nicht, die Wäscheleine im Garten nutzen zu dürfen.

Um der Tristesse zu entfliehen, bietet sich ein Abstecher zum „Traumschloss“ Schönfeld im Ort an. Um tatsächlich ein Traumschloss zu sein, müsste an dem maroden Gebäude sicherlich noch einiges verschönert werden, aber der „Salon der Köstlichkeiten“, das Schlosscafé, reißt einiges wieder raus: Die Torten von Mohn mit Streuseln über Mandarinenschmand bis hin zu Eierlikörbaiser sind einsame Spitze.

Und noch ein Pluspunkt für Schönfeld: Man kann hier frühstücken. Im Laden an der Durchgangsstraße, der eine Kombi ist aus Bäcker, Fleischer, Gemüseladen und Kiosk. Nicht nur Brötchen, Kuchen und Wurst gibt es hier, sondern auch Birnen, Karotten, kleine Weingummitiere und die neuesten Programmzeitschriften. Der Laden ist scheinbar der Dreh- und Angelpunkt im Ort – hier kommt jeder vorbei. Der Vertreter in kurzärmeligem Hemd, dunkler Hose und frisch geputzten Schuhen genauso wie der Bauer mit Gummistiefeln oder der Nachbar von nebenan in Trainingshose und Schlappen.

Tag 7 von Schönfeld nach Skassa

Der Tag beginnt recht düster. Es ist windig und sieht nach Regen aus – zum ersten Mal erwäge ich, wieder eine Jacke anzuziehen.  Doch durch flottes Marschieren wird man warm. Die Strecke heute ist eigentlich ganz nett – hier und dort ein Bach, ein bisschen Wald, ein Storchennest mit „Besatzung“. Bis es in die Zielgerade nach Großenhain geht. Ein schnurgerader Weg aus Rasengittersteinen, der gar kein Ende zu nehmen scheint. Da trösten auch nicht die grünen Wiesen links und rechts, auf denen die Fischreiher herum spazieren. Doch zum Glück ist Großenhain eine Stadt, in der man sich belohnen kann für den mühsamen Marsch. Mit einem dicken Eiscafé am Markt.

Leider ist die geistliche Nahrung nicht zugänglich – die St. Marienkirche mit Kleeblattgrundriss ist nicht geöffnet, wie viele andere Kirchen am Wegrand. Darum nehme ich nur noch die praktischen Angebote der Stadt wahr: Ein auf Pilger ausgerichteter „dm“ mit einem riesigen Sortiment an Kleinpackungen mit Duschgel, Shampoo und Hautcreme, Bananenchips und Müsliriegeln und eine Bank, um die Pilgerkasse wieder aufzufüllen.

Die Reststrecke führt durch den Landschaftspark und ehemaliges Militärgelände – durchaus angenehm zu gehen.

Das Pfarrhaus in Skassa hat schon ein paar Hundert Jahre auf dem Buckel. Die Steinstufen sind ausgetreten, die Türen in Ochsenblut gestrichen. Aber Zimmer und Dusche sind sauber und die Gemeinschaftsküche komfortabel ausgestattet. Wie auch in anderen Unterkünften zuvor kann man sich Tee und Kaffee machen, auf Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln zurückgreifen, sich eine Scheibe Brot schmieren und dafür einen kleinen Obolus in die Pilgerkasse entrichten.

Am Abend fegt ein Unwetter über Sachsen hinweg – das Pfarrhaus mitten drin. Kurz mache ich mir Gedanken über Blitzableiter, verwerfe das dann aber wieder. Gott wird’s schon richten!

Tag 8 von Skassa nach Strehla

Ein kurzes Märschchen an diesem Morgen – schon ist wieder Rast angesagt. Denn in Roda gibt’s ein Pilgermahl für 5 Euro, so verheißt der Führer. Obwohl der „Dorfkrug“ offiziell erst um 11 öffnet, ist der Wirt durchaus geneigt, schon um halb 10 eine Terrine mit Hochzeitssuppe zu servieren.

Am Nebentisch rasten drei Mitpilgerinnen. Sorbische Frauen auf dem Weg zum Katholischen Kirchentag nach Leipzig, die sich ein deftiges zweites Frühstück mit Spiegelei und Bratkartoffeln gönnen. Sie laufen längere Etappen – so an die 30 km, und sind heute schon aus Großenhain gekommen, peilen jedoch wie ich auch das Etappenziel Strehla an. Wir werden uns also wieder treffen. Doch bis dahin gilt es noch etliche Asphalt-Kilometer zu überwinden. Die Strecke ein Alptraum. Immer an der Straße entlang, teilweise ohne Randstreifen. Pflaster treten.

Ein übles Pflaster, wie es scheint. Die Kirche in Zeithain ist wegen Vandalismus geschlossen, und hier liegt auch die JVA, die Gespräche zwischen Gefangenen und Pilgern anbietet. Doch das ziehe ich nicht in Betracht. Was sollte ich den Jugendlichen erzählen? Vom Pilgern? Meine Erkenntnisse? Habe ich welche bis jetzt?

Hm, schwierig. Es ist spannend, unterwegs zu sein, von einem Ort zum anderen zu ziehen, aber spirituelle Erkenntnisse haben mich noch nicht heim gesucht. Die körperlichen Bedürfnisse, das ist es, was nach wie vor im Vordergrund steht. Im Moment bedeutet das, möglichst schnell hier wegzukommen. An einen gastlicheren Ort.

Endlich, endlich gelangt man an die Elbe mit ihren Auen – ein ganz anderes Landschaftsbild. Die Fähre setzt über nach Strehla. Noch kurz den Berg hinan – dann steht man vor der Kirche. Mit ihr vor der Herberge. Zum ersten Mal ein Schlafsaal mit sechs Betten.

Auch die sorbischen Frauen treffen bald ein – beim Kaffeetrinken in der Küche erzählt uns die Herbergsmutter von der Stadt. Dass Strehla immer mehr „veralte“. Vom Naturschutz, der mittlerweile eine größere Rolle spiele als die Seelsorge, und kuriosen Pilgerbegebenheiten. Gleich anschließend bietet sie eine Kirchenführung an – die berühmte tönerne Kanzel steht hier – einzigartig für das 16. Jahrhundert.

Tag 9 von Strehla nach Dahlen

Am nächsten Morgen verrät das Rascheln der Plastiktüten, dass die sorbischen Frauen noch viel vor haben an diesem Tag. Schon früh um 6 packen sie und sind bald darauf verschwunden.

Draußen ist es zwar etwas grau, aber der Wegrand bunt. Unendlich viele Kornblumen- Kamillen- und Klatschmohnblüten säumen den Weg. Auf den Liebschützer Höhen dann ein Panoramablick ins Umland. Und bald darauf noch ein Highlight: Die Parkanlage Lampertswalde lockt mit romantischem Burgcafé; gleich daneben in der Sakristei der Dorfkirche stehen extra für Pilger Wasser, Obst und Gebäck bereit.

Bis Dahlen ist es dann nicht mehr weit, aber der Weg durch die Stadt deprimiert: Wie in vielen Orten am Weg wirken die Gebäude marode und baufällig; lediglich um den Marktplatz herum sind einige Häuser restauriert. Und auch sonst das übliche Straßenbild: Kopfsteinpflaster, auf dem Autos und LKWs erbarmungslos mitten durchs Stadtzentrum heizen; schon in Strehla hieß es, die Bürgersteige würden platt gefahren und ab und zu schon mal eine Häuserecke mitgenommen.

Heute ist Übernachtung in einer Pension angesagt – das fühlt sich irgendwie falsch an, wie ein Bruch der einfachen Art der Fortbewegung und Übernachtung. Es passt nicht, „normal“ komfortabel zu schlafen. Genauso wenig wie am Abend Pizza essen zu gehen in einem Restaurant, das Neu Delhi heißt, neben asiatischen Gerichten aber auch griechische, deutsche und eben italienische anbietet.

Auf dem Marktplatz kommen noch ein paar Mitpilger an – wir kennen uns bereits. Man trifft sich, läuft ein Stück zusammen und geht dann seiner Wege – je nach Ambition und Ziel der Pilgerreise.

Tag 10 von Dahlen nach Nepperwitz

Die längste Etappe steht heute bevor. Eigentlich war das anders geplant. In Börln, dem nächsten Ort, hätte ich eigentlich bleiben wollen, aber dort war keine Anmeldung zur Übernachtung möglich. Darum müssen heute die fehlenden Kilometer von gestern noch oben drauf gepackt werden. Eine harte Tour.

Viel Straße, Rast in Körlitz am Maibaum, dann vorbei an Obstplantagen, aber auch dies auf Schotterwegen. Heute tun mir zum ersten Mal richtig die Füße weh – als ich nach Wurzen rein komme, bin ich so platt wie nie. Die Rast im Café tröstet nicht wirklich, ist sie doch nur ein Zwischenstopp. Auch das Interesse am Kulturangebot der Stadt hält sich in Grenzen: Das Ringelnatz-Museum (er wurde hier geboren) muss leider ohne mich auskommen.

Die letzten Kilometer nach Nepperwitz werden dann noch zu einer Ochsentour. Eigentlich sollen ja dies die berühmten Momente einer Pilgerreise sein, die die wirklich wichtigen Erkenntnisse mit sich bringen. Wenn man der Erschöpfung nahe ist, sagt man, bleibe kein Raum mehr für Überflüssiges, Nebensächliches. Das, was dann noch hängen bliebe, sei wirklich wichtig. Wieder Fehlanzeige. Der Fokus liegt ganz klar auf meinen brennenden Füßen und schmerzenden Schultern.

Die Herberge macht es nicht besser. Im Gemeindehaus kann man Tische und Stühle zur Seite schieben und sich dann auf Matratzen auf den Boden betten. Lieber nicht vorstellen, wer hier die Woche über so durchtrampelt, denn Reinigung ist immer freitags; die Putzfrau kommt morgen um viertel vor 8. Dann muss auch das Quartier geräumt werden.

Wenn die Umgebung es schon nicht hergibt, muss man ein wenig nachhelfen: Mit Mitpilgern sitze ich abends noch nett bei einer Flasche Wein auf der Bank vorm Haus – das macht das Ganze etwas erträglicher.

Tag 11 von Nepperwitz nach Leipzig

Fluchtpunkt Leipzig. Dies ist der große „Wechselpunkt“. Hier hören die Pilger auf, die den Ökumenischen Pilgerweg in zwei Wochen gehen wollen; hier fangen diejenigen wieder an, die den ersten Teil schon hinter sich haben. Der Plan war, Leipzig zu „überfahren“, denn hier ist an diesem Wochenende Katholikentag. 30.000 Menschen sollen kommen – ein krasser Gegensatz zu der Einsamkeit und Stille auf den Wegen bisher. Andererseits passt so ein kirchliches Großereignis natürlich schon in die Richtung – man könnte es auch zum Höhepunkt der Wallfahrt küren. So fällt die Entscheidung für den Mittelweg: Bis an den Ortsrand von Leipzig pilgern, dort übernachten, und dann in die Stadt rein fahren, um mal die Atmosphäre zu erschnuppern.

Die Versorgungslage am Weg ist mal wieder mau: Machern wartet nur mit einem Getränkemarkt auf, und erst in Panitzsch, ein paar Kilometer später, gibt es einen Supermarkt. Doch dafür ist die Wegstrecke heute ok: Viel Feldweg, am Wald entlang. Dann noch die letzte Hürde über die Autobahn nach Leipzig rein.

Hier in Sommerfeld erlebe ich zum ersten Mal eine Pilgerherberge, wie ich sie mir klassischerweise vorgestellt habe: Ein Lager mit 18 nebeneinander aufgereihten Matratzen. Doch wir sind nur zu fünft – reichlich Platz, um sich auszubreiten.

Mit der Straßenbahn fahren wir nach Leipzig rein – auch hier gibt es in den Außenbezirken viele verfallene Gebäude, oft mit Grafitti besprüht. Doch im Zentrum herrscht gute Stimmung. Auf dem Augustusplatz spielen die Wise Guys wie jedes Jahr auf dem Katholikentag.

Wir schlendern durch die Stadt. Es ist voll, aber nicht hektisch. Auch das ist mir schon öfter aufgefallen: Selbst in größeren Städten wirken die Menschen hier im Osten nicht so angespannt wie im Westen. Wir saugen die Atmosphäre auf, gehen eine Pizza essen, hören Straßenmusikanten zu und fahren dann zurück in unsere Herberge.

Tag 12 von Leipzig nach Kleinliebenau

Auch am nächsten Tag wird gemogelt, das Stück Innenstadt mit der Bahn überfahren. Erst am Rande des Leipziger Auenwaldes geht’s weiter. Die Muschel wieder zu finden ist nicht so einfach, doch dann geht’s voran Richtung Westen.

Mein Knie macht mir zu schaffen – Meniskus? Ich mag gar nicht drüber nachdenken, versuche schon seit Tagen, den Schmerz im linken Bein zu ignorieren.

Kurz vor der Luppe, einem kleinen Fluss, kommt eine Frau mit Picknickkorb und Wanderstab daher. Sie erzählt, sie sei vor ein paar Jahren von Leipzig nach Santiago gelaufen – fünf Monate lang, über den Winter. Ich ziehe den Hut. Und bin immer wieder verblüfft, wie viele Menschen sich mit dem Pilgern befassen. Nach dem Pilgern fragen, pilgern wollen oder bereits gepilgert sind. Auslöser für Gespräche darüber ist natürlich die Muschel, die ich mir hinten auf meinen Rucksack geschnallt habe. Das scheint ähnlich zu wirken wie ein Schild auf dem steht: Sprich mich an! Aber auf diese Weise wird man gewahr, welch populäres Thema das Pilgern mittlerweile ist.

Diese Dame hat praktische Ratschläge parat, weist auf die schwierige Stelle bei der Unterführung hin und beschreibt die weitere Strecke als durchweg schön und gut zu gehen. Das ist sie auch. Aber stundenlang auf einem Damm an der Luppe entlang zu laufen, und das bei brütender Hitze, ist trotzdem kein Spaß. Irgendwann streiken die Füße, und zwingen zur Einkehr.

Dann wieder zurück zum Damm. Die Flussidylle hat längst ihren Reiz verloren – der Blick geht nur noch nach unten vor die Füße. Einen Schritt nach dem anderen. Immer nur den nächsten Schritt. Und irgendwann stehe ich tatsächlich vor der Rittergutskirche in Kleinliebenau, dem Etappenziel. „Schlüssel bei der Nummer 11“, steht am Infokasten. Auf mein Klingeln kommt ein korpulenter, grauhaariger Mann im dörflichen Einheitslook zum Hoftor: Unterhemd, Schlabberhose, Schlappen. Er schließt die Unterkunft auf, ein extra als Pilgerherberge geschaffener neuer Anbau an die Kirche.

Auch sonst ist vieles neu in der Kirche. Der örtliche Kultur- und Pilgerverein hat sich in den letzten Jahren damit beschäftigt, das Gebäude umfassend zu restaurieren, nachdem es vorher dem Vandalismus anheim gefallen war. Durchaus sehenswert, das Stück.

Nach dem Ankommen, Ausruhen, Duschen und Waschen (ein tägliches Ritual) führt der Weg auf der Suche nach etwas Essbarem auf das nahe gelegene Campinggelände, das, laut Schlüsselwart, eine Gaststätte habe. Das Ganze erinnert eher an eine bruchreife Imbissbude; außerdem verkündet eine Tafel auf der Terrasse „Küchenschluss“. So kommt man gar nicht in Versuchung, sich dort den Magen zu verderben.

Tag 13 von Kleinliebenau nach Lupenau

Am nächsten Tag geht’s früh los – nicht noch mal so eine Tortur bei brütender Hitze wie gestern!

In Horburg ist die berühmte Madonna aus Sandstein zu besichtigen. Die mit dem Tränenwunder, von der es hieß, sie würde weinen, weil im Herbst Feuchtigkeit an die Oberfläche trat. Einen regelrechten Hype muss es im Mittelalter um diese Statue gegeben haben. Doch mittlerweile ist sie mehrfach geflickt und wirkt eher unspektakulär.

Der Weg führt weiter über ein paar kleine Dörfer; schließlich erreicht man das Naturschutzgebiet Raßnitzer und Wallendorfer See. Wieder mal warm, wieder mal Schotter, aber immerhin ist die Landschaft schön. Und der Weg heute ist nicht weit. Eigentlich sollte die Etappe bis Merseburg gehen, aber mein Knie macht mir immer mehr zu schaffen, darum ist schon in Lupenau Schluss.

Die Schlossgaststätte lockt mit guter Hausmannskost; die Unterkunft mit Matratzen aus Stroh und sonnigem Garten. Ein halber Tag Auszeit zum Seele baumeln lassen.

Damit auch die nächste Etappe trotz Schmerzen gehbar ist, wird getüftelt, damit sie nicht zu lang wird. Der Beschluss lautet, am nächsten Morgen einen Teil der Strecke mit dem Bus zu fahren. Das ist Mogeln. Das macht man nicht als echter Pilger. Fühlt sich auch nicht sehr ehrenhaft an, geht aber nicht anders. 28 km sind ein absolutes no go.

Tag 14 von Lupenau nach Naumburg-Rossbach

Schon wieder mal ohne Frühstück los gelaufen – dieses Mal aber in dem Wissen, dass es kurz vor Merseburg ein nettes Café gibt, wo man gut frühstücken kann. Das zumindest hatte die Herbergsmutter gesagt. Mit Fokus auf dieses Highlight ist es dann auch nicht sooo schlimm, morgens an der Bundesstraße entlang durch den Berufsverkehr zu laufen.

Um 9 öffnet die Pforte des Merseburger Doms – mit Pilgerausweis ist der Eintritt umsonst. Es ist früh am Tag – noch reicht die Energie für die Merseburger Bibel, die Fürstengruft und die Raben draußen im Käfig.

Die anschließende Busfahrt nach Freyburg führt dann zum Teil durch Städte, durch die man sonst zu Fuß hätte laufen müssen. Braunsbedra, Beuna … Ich glaube, da verpasse ich nicht viel. Einzig als wir nach Freyburg reinfahren und oben auf dem Berg die Neuenburg thront, bedauere ich, dort nicht selbst hoch gelaufen zu sein.

Freyburg heißt Rotkäppchen. Ein Besuch in der Sektkellerei würde sich anbieten, doch stattdessen geht’s zur Post, um unnötigen Ballast wegzuschicken. Vielleicht sind meine Schmerzen auch ein Gewichtsproblem?

Was braucht ein Pilger? Keine lange Unterhose im Mai, habe ich festgestellt, kein zweites Unterhemd, keine vierte Unterhose, keine Regenhose, kein Campingbesteck, kein Küchentuch und keine Taschenlampe. Insgesamt 1,5 Kilo sind es, die ich gen Heimat schicke in der Hoffnung, dass ich damit Schultern und Beine entlaste.

Das fehlende Gewicht macht sich bemerkbar – der Rucksack lässt sich besser schultern, der Schritt wird beschwingter.

Eine der landschaftlich reizvollsten Etappen soll heute kommen, so der Pilgerführer. An Unstrut und Saale entlang, „ein herrliches Wandererlebnis“ wird versprochen.

Und in der Tat: Die Landschaft ist klasse – sehr ursprüngliche Flussauen – wildromantisch. Aber wenn man das Ganze auf harten Betonplatten durchquert, trübt das das Wandererlebnis schon ein wenig. Die versprochenen Weinberge sind auch nicht so präsent – dafür kommt bald das Steinerne Bilderbuch bei Großjena ins Blickfeld. Beeindruckende Reliefs in Stein gehauen – größtenteils biblische Motive, die sich auf den Wein beziehen.

Im Blütengrund geht’s wieder mit der Fähre über die Saale – Naumburg ist nicht mehr weit. Doch wie schon so oft zieht sich der Weg in die Stadt rein. Zur Belohnung gibt’s auf dem Marktplatz ein Eis. Dann stehen noch 4 km bis zur nächsten Herberge bevor. Da heißt es, mit den Energien haushalten. Den Naumburger Dom nehme ich noch mit; dann geht’s auf direktem Weg nach Rossbach.

Ausfallstraße – nicht schön. Unglücklicherweise fehlt auch noch eine Markierung – noch mal zurück. Es gibt so Tage … Inzwischen tut mein Knie wieder sehr weh und ich will nur noch ankommen.

In der Jugendbildungsstätte findet der Empfang durch den Rektor statt. Als er von meinem Beschwerden hört, schlägt er vor, mich ins Krankenhaus zu fahren und noch ein paar Tage im Quartier zu bleiben?! Aber das kommt für mich nicht in Frage. Entweder ich laufe oder ich fahre nach Hause. Beim Feierabend-Schoppen beim örtlichen Weinbauern entsteht die Strategie für den nächsten Tag: Eine kurze Etappe von 8 km – dann sehen wir weiter.

Tag 15 von Naumburg-Rossbach nach Eckartsberga

Der Tag beginnt recht vielversprechend. Es geht zwar bergan, aber man hat einen bezaubernden Rundblick auf Naumburg und bald auch auf die Eckartsburg, das Wahrzeichen von Eckartsberga. Das ist das erklärte Wunschziel; aber ob das klappt, wird der Tag zeigen. Erst mal kommt Punschrau, ein kleines Dorf mit Ententeich und Picknickplatz. Gerade postiert sich ein Bäckerwagen am zentralen Dorfplatz. Perfektes Timing.

Mit einer Eierschecke auf die Faust rastet sich’s gleich noch mal so gut.

In Punschrau könnte man Quartier beziehen, aber ein Blick auf die Fotos der Herberge sagt mir, dass ich hier nicht bleiben möchte. Sehr karg sieht es aus. Also geht’s weiter nach Eckartsberga. Der Weg dorthin zieht sich mal wieder. Viel Straße, viele kleine Orte, in denen es nichts zu geben scheint außer einer (verschlossenen) Kirche, einer Bushaltestelle und der Freiwilligen Feuerwehr. Und zum Endspurt folgt dann noch mal ab und auf, denn Eckarsberga liegt in der Höhe.

Die Putzfrau weist ein in die Unterkunft – die schlimmste, die ich bis jetzt gesehen habe. Vielleicht auch darum der Hinweis auf dem Merkblatt für Pilger: „Falls Sie doch in einer Pension schlafen möchten …“ und dahinter die Nummer der Familie, die Zimmer vermietet? Vielleicht fanden es auch schon andere grenzwertig hier? Aber zum Umziehen ist keine Energie mehr da. So finde ich mich ab mit dem lautstarken Gemeindeleben in den angrenzenden Räumlichkeiten (Kinderkirche bis um halb sieben, danach Gesangsproben) und hoffe, dass ich trotz Chaos und Dreck rund herum irgendwie schlafen kann.

Mein Knie wird nicht besser, und die Unterkunft hat mir den Rest gegeben. Darum beschließe ich, am nächsten Tag nach Erfurt zu fahren. Ich besehe mir noch den Anger, die Krämerbrücke und den Dom – dann geht’s nach Hause.

Fazit nach zwei Wochen pilgern:

Es war teilweise mühsam, die Etappen zu gehen, eintönig und schmerzhaft. Und dennoch: Jeder Tag war neu, hat überraschende Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen gebracht. Solche, die ich zu Hause so nicht gemacht hätte. Sehr ungewöhnlich, sehr überraschend, sehr bereichernd.

Und auch das Gehen an sich war gut. Sich einzulassen auf den Weg. Ihn einfach zu gehen. So wie er ist.

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