Pilgern auf der Via Scandinavica

Pilgern

Ich war unterwegs … auf der Via Scandinavica von Hildesheim nach Northeim. Eine Strecke durch Wald und Flur mit vielen Schotterwegen, aber auch berauschenden Weitsichten

Gestartet bin ich am Hildesheimer Dom. Seines Zeichens Weltkulturerbe und wirklich sehenswert. Außerdem hat Hildesheim eine wunderschöne Altstadt mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern.

Dann ging’s auf dem Welterbeband stadtauswärts – über den Panoramaweg mit schönem Blick auf die Stadt – in Richtung Marienrode. Ein großes Kloster, sehr idyllisch gelegen, in dem aber nur noch ein paar Nonnen und ein Pater leben.

Nächste Station war Diekholzen, ein kleiner Ort, aber mit Jakobuskirche. Und immer mal wieder der Hinweis, wie viele Kilometer es noch bis nach Santiago sind. Die letzten ca. 700 Kilometer könnte ich mir ja jetzt sparen! 😉

Etappenziel war Wernershöhe, eine Kulturherberge. Ein Haus, das ein wenig anmutet wie ein Jugendzentrum aus den 1970er Jahren, aber alle Mitarbeiter dort sind sehr nett und bemüht.

Ein Abstecher zur Irminsul, dem einst größten Heiligtum der Sachsen, muss sein. Wo genau nun die Irminsul stand, ist etwas strittig. Viele glauben, es sei im Sauerland, aber warum nicht auch hier? Sagten sich die Irmenseuler Heimatfreunde und stellten einen 9 Meter hohen Eichenstamm mit einem vierspeichigen silbernen Rad auf.

Lange Wege gilt es heute zu gehen, Durch Wald und Wiese, manchmal scheinbar endlos. Da kommt man dem Wesen des Pilgerns schon recht nah. Doch irgendwann komme ich doch wieder in der Zivilisation an, in Winzenburg. Wo ich auch gleich die Gelegenheit ergreife, mir die außerordentlich facettenreiche Kirche anzusehen.

Die nächste Station heißt Bad Gandersheim, ein netter kleiner Ort, der einige große Kirchen und eine Vergangenheit mit Roswitha, der ersten deutschen Dichterin zu bieten hat. Auf dem weiteren Weg genieße ich immer wieder fantastische Weitblicke ins Auetal.

Die erste Jakobuskirche in Weißenwasser hat geschlossen; nur von außen ist sie als Pilgerkirche zu erkennen. In Eboldshausen dann gibt’s die zweite.

Noch ein Kloster. Jedoch nicht mehr seiner ursprünglichen Bestimmung verhaftet, sondern in Wiebrechtshausen wird das Klostergut von einem großen deutschen Saatgutzüchter bewirtschaftet.

Die Strecke nach Northeim dann ist lang und nicht immer lustig. Doch die Stadt im ehemaligen Zonenrandgebiet bezaubert durch schöne Fachwerkhäuser und nicht zuletzt das originelle Theater der Nacht.

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